Biographie

natacha le duff
Natacha Le Duff, Kulturvermittlerin in der Genossenschaft Vive Berlin sowie im DDR-Museum, leitet seit vier Jahren das Projekt, ein Museum der Farben in Berlin zu konzipieren und erstellen. Sie hat Politikwissenschaft studiert und im Bereich kulturelles Management absolviert. Seitdem sie angefangen hat, sich mit der Gestaltung eines Museums zu beschäftigen, hat sie eine ganze Gemeinschaft rund um das Projekt mobilisiert sowie innovative szenographische und museographische Aspekte und Ansätze entwickelt. Als Zwischenetappe zur Verwirklichung dieses Museums hat Natacha eine Sonderausstellung über die Farben von Berlin gestaltet, die sie 2016 anlässlich des AIC-Treffens als Keynote speaker vorstellen wird.

Abstract: Ein Museum der Farben mitgestalten

Wie können die Kenntnisse über Farben in einem Museum zusammen ausgestellt werden? Welche Logik vereint die verschiedenen Aspekte dieser stets präsenten Dimension? Wir sind davon überzeugt, dass ein Museum der Farben eine kollektive Gestaltung braucht. Da das Thema so vielfältig ist, sollen sich viele Ansichten kreuzen, um die richtige museographische Konzeption zu erreichen. Deshalb freuen wir uns, Sie zu unserem Workshop einzuladen: Wir bieten ein Mitmachworkshop, das uns erlauben soll, Wege im Museum zu gestalten. Diese Wege sollen die unterschiedlichsten Ansätze der Farben vereinen, von den Kenntnissen der Natuir freuen uns auf ein gemeinsames Überlegen, das durch unsere unterschiedlichen Auffassungen und Hintergründe bereichert wird!



Biographie

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Peter wird 1984 in St. Georgen im Schwarzwald geboren. In der beschaulichen Bergstadt meistert er auch sein Abitur und leistet anschließend Zivildienst in einer psychosomatischen Klinik.
Ende 2004 verschlägt es ihn ins Schwabenland und er beginnt ein einjähriges Praktikum bei der Stuttgarter Postproduktionsfirma Unexpected GmbH. Es folgt eine Festanstellung, bei der er für den technischen Support verantwortlich ist.

Parallel zu seinem Job arbeitet er als 2D-Artist & Compositor an zahlreichen Kurzfilmprojekten mit, bevor er 2005 den österreichischen Independent-Spielfilm “Auf bösem Boden” als VFX-Supervisor betreut.
Von Oktober 2007 bis Mai 2012 studiert Peter an der Filmakademie Baden-Württemberg im Bereich Animation mit Spezialisierung auf Visual Effects, entdeckt aber nebenbei seine Leidenschaft für das Color Grading. Seit 2013 ist Peter freiberuflicher Colorist und hat schon an insgesamt mehreren Hundert Projekten aus dem Bereich Werbung, Imagefilm & Spielfilm mitgearbeitet.

Abstract: Auf dem schmalen bunten Grat zwischen Kunst und Kommerz - Digitale Farbkorrektur für Kinofilme und Werbespots

Painting the thin line between art and commerce - digital color grading for cinema and commercials

Zwischen dem "Vorher" und dem "Nachher" liegen bisweilen ganze farbliche Welten: Im Ausdruck und in der Wirksamkeit der gesamten Geschichte, sogar in der grundsätzlichen Aussage der Bilder, die Peter Hacker, von Beruf sogenannter "Digital Colorist" bearbeitet. Die Möglichkeiten sind schier unendlich und dementsprechend schwer ist es, genau den richtigen Farbton, genau den richtigen Mittelweg zu finden. Farbtheorie ist wissenschaftlich belegt, doch jeder Mensch nimmt Farben anders wahr - Peter Hacker jongliert demnach nicht nur mit Farben, sondern auch mit Vorstellungen von Kunden, Agenturen und Regisseuren - und natürlich seiner eigenen kreativen Vision.
Wie das alles unter einen Hut zu bringen ist, wo die Technik endet und Kreativität anfängt, wie man denn überhaupt fantastische Bilder aus "mäßigem" Ausgangsmaterial zaubert und am Ende alle Beteiligten glücklich macht - davon erzählt Peter Hacker anhand vieler praxisnaher und nachvollziehbarer Beispiele in seinem Vortrag.

There can be worlds bewteen"before" and "after" - worlds of colors. In expression, reception, emotion. In a story's total impact. Even the most basic message of images is steered, enhanced, or turned inside-out, by Peter Hacker, a so-called "Digital Colorist". The possibilities are endless and it takes a composer conducting light and colors to find the right notes of coloring and hit the golden mean. While the theory of colors is scientifically established, every human perceives colors differently. Therefore Peter Hacker not only juggles with colors, but also with the imagination and expectations of customers, agencies, and directors - and, of course, with his own artistic creative vision. How to balance all these factors, how technology and creativity mingle, how to conjure up fantasic images based on "mediocre" raw footage to impress all stakeholders at the end - all of this is part of Peter Hackers lecture by showcasing practical examples.



Biographie

eckhard bendin
Eckhard Bendin (*1944) hat nach Architekturstudium in Weimar (Diplom 1968) und darauf folgender Kandidatur im Verband Bildender Künstler/ DDR (Aufnahme und Anerkennung als Bauplastiker 1970) zunächst als Architekt, Bauplastiker und Industriedesigner in Weimar und Erfurt gearbeitet, bevor er von 1977 bis 1983 das Büro für architekturbezogene Kunst in Erfurt leitete. 1983 erhielt er einen Lehrauftrag für Gestaltungslehre und Bildnerische Lehre am Institut für Grundlagen der Gestaltung und Darstellung der Fakultät Architektur der TU Dresden. Als künstlerischer Oberassistent bzw. Privatdozent für Gestaltungslehre wandte er sich hier zunehmend der elementaren Farben-, Formen- und Gestaltlehre sowie der perzeptuellen Kunst (Percept Art) zu. Eckhard Bendin gründete 1992 die interdisziplinäre Tagungs- und Publikationsreihe ‚Dresdner Farbenforum‘ sowie 2005 die ‚Sammlung Farbenlehre‘, die er bis heute an der TU Dresden ehrenamtlich betreut. Eckhard Bendin veröffentlichte seit 1990 zahlreiche Beiträge zur Farbenlehre (u.a. 2001 das Sächsische Landfarbenbuch und 2010 eine dreibändige Anthologie mit Studien, Modellen und Texten sowie Tafeln und Kreiselscheiben zur Farbenlehre). Seit 2001 kuratierte er zunehmend Ausstellungen zur Geschichte der Farbenlehre (u.a. Schnittstelle Farbe I und II 2001 und 2006, ‚Resonanzen - Farbe als System‘ 2003‚ color continuo 1810…2010 - System und Kunst der Farbe‘ 2009/10 sowie ‚Farbe aus Bewegung‘ 2014). Seit 2012 ist Eckhard Bendin Mitglied des Kuratoriums des Deutschen Farbenzentrums und seit 2014 auch eingebunden in das BMBF-Verbundforschungsprojekt ‚Farbe als Akteur und Speicher‘.

Abstract: Farbe als paarige Polarität - Zur Anschauung und axialen Charakteristik der Gegenfarben

Seit Goethes Farbenlehre, Schopenhauers Erkenntnissen zur ‚partitiv geteilten Tätigkeit der Retina‘, Chevreuls Untersuchungen zum Simultankontrast und Herings Opponententheorie stehen die sogenannten „Gegenfarben“ im Fokus auch jeder neueren Farbenlehre. Dies gilt nicht nur hinsichtlich der Physiologie des Farbsehens, sondern auch bezüglich psychologischer Aspekte unserer Anschauung. Grundlegend hierfür ist die Auffassung von Farbe als eine paarige Polarität aus stufenartiger Genese sowie die Anschauung der axialen Tonstruktur als Mannigfaltigkeit mit differenzierter Ausdrucks-Charakteristik, wie sie uns bereits Heimendahl in seiner „Farbenordnung als polar-komplementärer Stufenprozess“ anschaulich vorstellte (Heimendahl: Licht und Farbe. Berlin 1961).
Dabei drängt sich aber stets auch die Frage auf, wie repräsentativ derartige Charakteristika sein können. Zur Beantwortung werden elementar-ästhetische Urteile der Workshop-Teilnehmer zur axialen Charakteristik eingeholt, bevor ihnen der Autor schließlich eigene Untersuchungen zur Seite stellt (Bendin, Zur Farbenlehre. Dresden 2010).



Biographie Susanne Wied

Susanne Wied
Susanne Wied ist Diplompflegepädagogin, Kommunikationstrainerin sowie Ausbilderin, Hypnotherapeutin, Heilpraktikerin in der Psychotherapie und besitzt ein EU- Zertifikat in komplementärer Gesundheitswissenschaft. Sie ist freiberuflich in diversen Einrichtungen der Fort- und Weiterbildung bundesweit tätig und bietet weiterhin Beratungsdienstleistungen bezogen auf die farbige Gestaltung in klinisch-pflegerischer Umgebung an. Susanne Wied hielt schon mehrere Vorträge und leitete zahlreiche Workshops zum Thema Farbe und Gesundheit. Außerdem ist sie als Kuratorin für Farbe und Gesundheit im Deutschen Farbenzentrum tätig.

Biographie Sonja Graeff-Schimmelpfennig

schimmelpfennig

Die in Barcelona geborene und in Mailand aufgewachsene Designerin und Malerin Sonja Graeff-Schimmelpfennig studierte als Stipendiatin der Carl-Duisberg-Gesellschaft Innenarchitektur an der New York School of Interior Design. Sie erhielt ihr Diplom in Colour-Design an der Salzburger Akademie für Farbdesign mit dem Schwerpunkt „Farbe im Milieu als non-verbales Kommunikationsmittel für an Demenz erkrankte Patienten“.
Seit 2001 ist sie freischaffend in ihrem eigenen Designstudio tätig. Dabei liegen ihre Schwerpunkte auf Beratungsmandaten in Planungsbüros in Sachen Farbgestaltung sowie auf Farbgestaltungsprojekten in Objekt und Privat, Möbelentwürfen und Altbausanierungen. Sie gibt außerdem Farb- und Milieugestaltungsseminare.
Als Malerin liegen ihre Schwerpunkte auf Farbe und Materialität.

Abstract: Wie wir zur „Farbe im Kopf“ kommen und warum die Erforschung interkultureller Unterschiede besondere Methoden erfordert

Bei der Farbgestaltung für demenziell erkrankte Personengruppen treten weitere und andere Aspekte als zeitgemäß ästhetische und dekorative Ansprüche in den Vordergrund.
Die repräsentative Außen-Wirkung tritt zurück hinter orientierenden und strukturierenden, alltagserhaltenden Aufgaben der Farbgestaltung. Die seelische Geborgenheit durch gelungene Farbimpulse lässt alle Beteiligten den Stress vermindern, der durch die massiven Veränderungen der Hirnfunktion verursacht wird. Die Freude an Farben und die Reaktion auf Farbeindrücke bleiben viel länger erhalten als kognitive Fähigkeiten, deren Verlust verarbeitet werden muss. Hier muss berücksichtigt werden, dass es keine Verlässlichkeit mehr gibt in der Erinnerung von Farb-Form-Gestalten.

Im Workshop werden Aspekte der veränderten Wahrnehmung von Demenziell veränderten Menschen nachvollziehbar vorgestellt. Auf dieser Basis können Entscheidungen zur Farbgebung inspiriert bzw. überdacht werden.
An einem künstlerischen Beispiel werden darüber hinaus die wohltuenden Effekte von Farben demonstriert.



Biographie

Dr. Hanno Hoffstadt
Hanno Hoffstadt received his Ph. D. in biophysics from the University of Giessen, Germany.
Since 1998 he has worked in prepress, printing and color management.
In 2006, he joined GMG as a color scientist and is responsible for research on spectral methods.
He is a member of the ECI, the DfWG, TAGA, and of IS&T.

Abstract: Herausforderungen des Farbdrucks

Challenges in Colour Printing

Themen des Workshops mit Demonstrationen:

  • Farbmanagement: Messung und digitale Kommunikation von Farbe
  • Separation und Datenaustausch: Druckfarben und druckfähige PDF-Dateien
  • Proof: farb- und inhaltsverbindliche Simulation des späteren Druckproduktes
  • Verpackungen und Schmuckfarben: traditionelle Charakterisierung des Mehrfarbendrucks und neue Möglichkeiten durch spektrale Vorhersage

Workshop topics and demonstrations:

  • Colour management: measurement and digital communication of colour
  • Separation and data exchange: printing inks and print-ready PDF files
  • Proofing: accurate simulation of colour and content of the final printed product
  • Packaging and spot colours: Traditional characterization methods of multicolour printing and new possibilities through spectral prediction


Biographie

bernd-wissinger
Bernd Wissinger graduated in biology and is currently full professor for Molecular Genetics of Sensory Systems at the University Tübingen and Head of the Molecular Genetics Laboratory at the Institute for Ophthalmic Research. His main research interests focus on the genetic basis of inherited retinal dystrophies, color vision deficiencies and optic neuropathies, the functional analyses of mutant gene products (among others CNGA3, PDE6C), the generation of homologous animal models (mouse and zebrafish) and quantitative genetics of gene expression (eQTLs). Dr. Wissinger has co-authored more than 170 peer-reviewed papers including publications in Science, Cell, Nature Genetics, PNAS, etc. He serves as ad hoc reviewer for >45 scientific journals and numerous funding agencies. He has been scientific coordinator of several research consortia including a State’s priority research project on Color Vision deficiencies, a DFG-funded Clinical Research Group (2005 – 2011) and a National Rare Disease Network (2009-2015), both on Inherited Retinal Dystrophies, and currently coordinates a project on gene augmentation therapy for CNGA3-linked achromatopsia. Dr. Wissinger served as deputy chief for the ‘Genetics’ section within the German Ophthalmological Society (DOG) from 2011-2016 and is an active members of the scientific advisory board for the Achromatopsia e.V. and the BCM Family Foundation patient organizations.

Abstract: Genetics of Inherited Colorblindness in Humans

Inherited Colorblindness in Humans comprises selective dysfunction of defects of the short wavelength-sensitive (SWS), the MWS or the LWS cone or the simultaneous absence of MWS and LWS cone function (termed Blue Cone Monochromacy [BCM]) or all three subtypes of human cone photoreceptors (termed Rod Monochromacy or Achromatopsia [ACHM]). ACHM is a rare, autosomal recessive inherited disorder that features total colorblindness low vision, photophobia and nystagmus. ACHM is genetically heterogeneous and is caused by mutations in genes encoding essential components of the cone phototransduction cascade (cGMP-gated channel, transducin, phosphodiesterase). Surprisingly we recently discovered that also mutations in ATF6, encoding an ER-resident protein stress sensor that participates in the Unfolded Protein Response (UPR), can cause ACHM. On the hand, BCM and selective forms of color blindness are genetically more unique and linked to mutations in the genes encoding for the apo-protein of the respective photopigment (cone opsins). Separate genes for LWS and MWS opsins in Old World Primates are a result of a recent local gene duplication on the X-chromosome. The high sequence identity of LWS and MWS opsin genes induces unequal homologous recombination during meiosis that causes changes in copy numbers and the formation of diverse LWS/MWS or MWS/LWS hybrid genes underlying most common selective color vision defects. Subjects with BCM have lost both LWS and MWS opsin function either due to larger deletions including regulatory sequence elements or the presence of loss-of-function mutations in all expressed LWS/MWS opsin gene copies. In this talk I will briefly review the genetic of inherited colorblindness giving emphasis on novel molecular aspects such as splicing defects induced by exon 3 variants and gene conversion events underlying BCM.



Biographie

Karl Ryberg
Karl Ryberg ist Architekt und Psychologe aus Stockholm. Er arbeitet seit 30 Jahren mit praktischer Lichttherapie. Karl hat in England und Russland Lichtbiologie studiert, mehrere Bücher über gesundes Licht geschrieben und ist Weltweit ein anerkannter Referent.

Abstract: Monochromatische Farben: Hochspezifisches Licht für gesundes Leben und Energie

Das menschliche Gehirn ist äußerst empfindlich für Licht und Farben. Farbiges Licht wirkt dabei wie eine optische Software um biologische und geistige Funktionen zu verbessern. Reine Farbquellen mit genau definierten Spektren sind am aller besten. Der Schimmer im Regenbogen und Seifenblasen – der Lüster der Pfauen und Schmetterlingen – der Glanz von den Fliegen und Käfern. Diese beliebten Naturphänomene sind monochrome Farben die wie gut gestimmte Musikinstrumente keine undefinierten Zwischenklänge erzeugen.

Durch ihre klar definierten Nuancen sind die Monofarben Träger hochpräziser Information und sind mit Laserlicht biologisch äquivalent. Hochdefinierte Farbstimulation ist ausgezeichnet um die gestressten Biosystemen moderner Menschen zu beruhigen wo veränderte Tagesrhythmen infolge Jetlag oder Schichtarbeit störende Wirkungen auf Appetit und Schlaf und Fertilität haben. Vor besonderen körperlichen oder mentalen Leistungen kann man sich mit Monolicht stärken. Für Lebenskraft und kognitive Leistungen dient das Licht als eine ultraschnelle Pädagogik ohne Wörter.

Biologisch gesehen sind diese schönen monochromen Lichtfarben mit Laser verwandt und öffnen eine Dimension von Science Fiction. Nach 3.5 Milliarden Jahren aktiviert eine fast astrophysische Lichtstrahlung unsere alten Mitochondrien für Photosynthese und Regeneration. Ein einziges Photon kann in Riesenkaskaden Millionen zellularer Reaktionen anregen. Die umgewandelte elektrochemische Energie kann in allen möglichen nützlichen Bioprozessen verwendet werden. Die fetthaltigen Zellenschichten des Gehirns sind im sichtbaren Bereich höchst transparent und lassen das Licht großzügig hindurch.

Der Vortrag wird mit Experimenten ergänzt in denen Teilnehmer selbst Farbtests und Lichtbestrahlungen durchführen können.



Biographie

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Tim Schilling studied Biology at Wuerzburg University and Neurobiology at Tuebingen University. Now he is a PhD student in Neuroscience at the ZEISS Vision Science Lab, Institute of Ophthalmic Research, UKT Tuebingen. One part of his research is to investigate the effects of colored glasses on the eye and the brain.

Abstract: How Colored Glasses can change our Perception, Cognition and Aesthetic Sensitivity

Coloured or tinted glasses take away a specific part of the visual spectrum. Therefore, coloured glasses are also called spectral filter. This filtering leads to a blue, green, red, etc. tint of what you see.
If the coloured glass absorbs short and medium wavelengths, this will result in a red tinted glass because the glass only transmits long and therefore reddish wavelengths. With a spectrometer, the amount of transmission of each wavelength can be measured.
The colour of the glass is visible if there is a white illuminated background. There are many possibilities to create artificially white light, either with tungsten light, halogen light or LEDs, for example. The visible sensation through a coloured glass depends always on both, the kind of coloured glass and the spectrum of the illumination.
There are some hints from scientific research that coloured glasses can influence cognition like the speed of reading or response time, diseases like migraine and possibly cataract. Also, the regulation of eye growth and the development of myopia by coloured glasses is an open question to be answered in future experiments.
In the workshop you can find out your favourite tint among different coloured glasses, getting a new perspective of your aesthetic sensitivity.

Workshop schedule

  • Introduction to visual perception
  • Colored glasses and diseases
  • Practical part I - Demonstration of colored glasses and own perception
  • Talk - The impact of colored glasses on cognition!?
  • Practical part II –New ideas for application of colored glasses


Biographie Prof. Dr. Roland Mangold

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Roland Mangold ist seit 2001 Professor f¸r Informations- und Kommunikationspsychologie im Studiengang Informationsdesign an der Hochschule der Medien in Stuttgart und ist dort Mitglied des Forschungsschwerpunktes "Information Experience". Er ist Autor des Lehrbuches "Informationspsychologie" (Springer-Verlag 2016) und untersucht in Forschungsprojekten die psychologischen Auswirkungen von Designentscheidungen sowie das Erleben von Information.

Biographie Prof. Dr. Christoph Häberle

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ist Farbforscher, Designer und Professor für Verpackungsdesign an der Hochschule der Medien Stuttgart.
Nach seinem Maschinenbaustudium arbeitete er als Entwicklungs- und Konstruktionsingenieur. 1991 bis 1993 studierte er Investitionsgüterdesign an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart. 1994 erhielt er Stipendien der Landesgraduiertenförderung Baden-Württemberg und des DAAD und erforschte das Thema Farbpräferenzen in Europa. Zweieinhalb Jahre reiste er durch 24 europäische Regionen und untersuchte die Farbpräferenzen der Menschen in ihrem sozialen Alltag. 1996 machte er sich mit dem Schwerpunkt kulturelle Farbpräferenzen, Farbkollektionsentwicklung, Trendforecasts selbstständig mit dem Designbüro B612 in Stuttgart. 1999 schloss er seine Promotion an der Bergischen Universität und Gesamthochschule Wuppertal im Fachbereich Philosophie ab mit dem Thema Farben in Europa - Entwicklung von individuellen und kollektiven Farbpräferenzen. 2000 folgte er dem Ruf als Professor an die Hochschule der Medien, Lehrstuhl Verpackungsdesign.
In seiner Tätigkeit beschäftigt er sich mit kulturell unterschiedlichen Wahrnehmungsgewohnheiten und den Wirkzusammenhängen unseres Handelns auf Gesellschaft, Mensch und Kultur. Seine Arbeiten wurden ausgezeichnet mit verschiedenen Preisen u.a. Red Dot Award, Art Directors Club, Rat für Formgebung, Deutscher Verpackungspreis, Karl Miescher Preis des deutschen Farbenzentrums.

Abstract: Wie wir zur „Farbe im Kopf“ kommen und warum die Erforschung interkultureller Unterschiede besondere Methoden erfordert

Farben beeinflussen Menschen in vielfältiger Weise; entsprechend intensiv sind die Bemühungen, die kognitiven, affektiven sowie konativen Wirkungen von Farbdarbietungen zutreffend zu erfassen. Ein Teil dieser Wirkungen ist klar erkennbar und eher bewusster und überlegter Natur, andere Wirkungen wiederum sind weniger offensichtlich und eher unbewusst und spontan. Gerade bei der Untersuchung interkultureller Unterschiede spielen subtile Unterschiede eine wichtige Rolle. Dies wirft die Frage nach geeigneten Methoden zur Erfassung von Farbbedeutung im kulturspezifischen Kontext auf.



Biographie

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Kirsten Moana Thompson is Professor of Film and Director of Film Programme at Seattle University. Previously, she was Professor of Film Studies and Director of the Film Programme at Victoria University, in Wellington, New Zealand, as well as (and previously) Associate Professor and Director of the Film Program at Wayne State University in Detroit. She teaches and writes on animation and colour studies, as well as classical Hollywood cinema, German, New Zealand and Pacific studies. She is the author of Apocalyptic Dread: American Cinema at the Turn of the Millennium (SUNY Press, 2007); Crime Films: Investigating the Scene (Wallflower: 2007), and co-editor with Terri Ginsberg of Perspectives on German Cinema (GK Hall: NY, 1996). She is currently working on a new book on Colour, Visual Culture and Animation.

Abstract: Disney Animation and the Wonderful World of Colour

Disneys Animationskunst und die Wundervolle Welt der Farben

Kleine und große Filmfreunde lieben Walt Disney vor allem als Erfinder von klugen Mäusen und geizigen Enten oder aber durch herzergreifende Märchenfilme wie Schneewittchen oder Tiergeschichten wie Bambi. Vielen ist nicht bekannt, dass Walt Disney zu den treibenden Kräften bei der Entwicklung des us-amerikanischen Technicolor-Verfahrens zählte, das bis heute als bestes Farbfilmverfahren aller Zeiten gehandelt wird. Die Oppulenz und Brillianz der Technicolor-Farben inspirierten den Meister des vergnüglichen Trickfilms aber auch formal-ästhetisch zu Experimenten im Kino, aber auch auf der Bühne seiner Vergnügungsparks.

From the multiplane camera to animatronics, Disney has been always been a technological innovator but less is known about Disney's important developments in colour technology, from the Technicolour Silly Symphonies to his farsighted shift to colour television in the early sixties and the studio’s more recent innovations in theme park colour entertainment from The Fantasmic show to the Paint the Night Parade. This keynote will focus on "The Wonderful World of Colour" a nighttime entertainment spectacle that combines water, fire, laser light and colour with animation from Disney films that are projected on ephemeral water and mist screens created by hundreds of choreographed fountains. The show’s innovations in theatrical exhibition hybridise older entertainment forms with digital-controlled light and colour design and immersive effects, blending tourism, the amusement park and cinematic projection. I will examine the relationship between the transparent, translucent and opaque in the show’s ephemeral misty surfaces and related new media forms to ask: how might we understand colour animation not just as a technological medium but something which enlivens and transforms our world?



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